Binäre Optionen vs. andere Instrumente

financeZu binären Optionen gelangen vielfach Personen, die schon andere Instrumente handeln, beispielsweise Spot Forex oder Futures. Vor einiger Zeit hatten wir erklärt, warum auch für diese binäre Optionen aus Sicht der Anzahl Sinn haben, heute schauen wir uns die Unterschiede beim Handeln an.

Was die binären Optionen von sonstigen Finanzderivaten unterscheidet, ist insbesondere das sehr einfache Money Management. Das ist dadurch gegeben, dass jedes Geschäft nur zwei Möglichkeiten hat (Nullergebnisse können wir bei diesen Erwägungen ausschließen). Entweder Sie erreichen vollen Gewinn oder vollen Verlust, wobei das Ergebnis die Preisbewegungen der Basisaktiva nicht beeinflusst, wie groß sie auch sind.

Das gilt bei den übrigen Instrumenten nicht. Wenn Sie z. B. eine Strategie für Forex suchen, müssen Sie immer nicht nur die Eingänge in das Geschäft sondern auch seine Ausgänge in Erwägung ziehen. Sie müssen ausrechnen, wann es für Sie am günstigsten ist, auszusteigen, nicht nur im Gewinn sondern auch bei Verlust, wenn sich das Geschäft nicht vorstellungsgemäß entwickelt.

Das bedeutet recht komplizierte Berechnungen und Spielen mit RRR (Risk Reward Ratio), dem Verhältnis des Risikos und des potentiellen Gewinns des Geschäfts. Diese Werte können Sie durch Lenkung Ihrer Position noch beeinflussen und so werden die schon so existierenden riesigen Möglichkeiten noch erweitert. Am Ende werden Sie vielleicht noch gezwungen, die gegenwärtige Volatilität des Markts einzubeziehen, und in Ihre Forex Strategie kommen immer mehr Variable.

Sie stoßen auf unendliche Diskussionen über das richtige RRR und stellen fest, dass es keine universelle Antwort gibt und Sie von den Eigenschaften Ihres Geschäftssystems ausgehen müssen. Und das ist noch nicht alles. Das Money Management umfasst nicht nur Stop Loss (Geschäftsbefehl für den Austritt aus Verlustposition) oder Take Profit (Befehl für Austritt bei Gewinn) Order, das Money Management können Sie noch dadurch komplizieren, indem Sie nicht auf einmal ein- oder austreten (all in – all out) und Ihre Position schrittweise erhöhen oder senken.

Das Money Management kann ein wirklich gutes Instrument für die Systemeinstellung sein, aber auch ein sehr böser Herrscher. Bei binären Optionen reduziert es sich nur auf das Riskieren eines vernünftigen Bruchteils Ihres Kapitals in den einzelnen Geschäften. Über die Ausgänge aus den Positionen müssen Sie nicht überlegen, sie sind vorab gegeben, auch mit den Auswirkungen auf Ihr Konto, egal was der Preis macht. Immer gibt es nur zwei Möglichkeiten. Dadurch werden einige Komplikationen beseitigt und Sie können sich bei Ihren Geschäften auf die Eingänge konzentrieren. Die Mathematik ist dann sehr einfach, Sie wissen, welche Erfolgsquote Sie an den Eingängen haben müssen, um Gewinn zu haben, und sehen bei Ihrem System schnell, ob es gut ist oder nicht.

Wir wollen damit aber nicht die anderen Finanzinstrumente abwerten und sagen, dass Money Management etwas Schlechtes ist. In der Hand erfahrener Geschäftsmänner und Geschäftsfrauen kann es die Leistungsfähigkeit der Geschäftsstrategie verbessern. Für Anfänger ist aber gewiss einfacher, mit binären Optionen zu beginnen, bei denen komplizierte Erwägungen wegfallen.

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